URBAN PRAYERS (RUHR)

Uraufführung auf der Ruhrtriiienale 2016; ab dem 14.08.2016

Was glaubt ihr denn. Wer wir sind.Was wir glauben. 
Was glaubt ihr denn. Wer wir sind. Wo wir wohnen. 
Was glaubt ihr denn, wo wir stören. Wo wir nicht stören. 
Was glaubt ihr denn.

Aus einer intensiven Recherche im religiösen Leben des Ruhrgebiets entsteht das Theaterstück: URBAN PRAYERS RUHR.
Woran glauben die Menschen in Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum und Hamm? Wo befindet sich ihr Ort des Glaubens? Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Kirchen, Gebetsräume, Moscheen, Tempel besuchen sie? Glauben sie, dass ihr Glaube Privatsache ist? Glauben sie, dass ihr Glaube politisch ist? Glauben sie an die Freiheit der Anderen? Was denken die Gläubigen über ihre nichtgläubigen NachbarInnen und umgekehrt?

Es spricht der Chor der gläubigen BürgerInnen. Doch kaum fängt einer an zu reden, da fällt ihm der andere schon ins Wort. Der Chor findet keine gemeinsame Sprache und doch ist es ein Chor, der ein Gegenüber kennt: die Nicht-Gläubigen. Globalisierung, Migration und der gleichzeitige Verlust religiöser Bindungen haben aus unseren Städten Orte der religiösen und weltanschaulichen Vielheit gemacht. Muslime, Buddhisten, Hindus, Sikh, Juden sowie christliche Glaubensgemeinschaften aus der ganzen Welt – Pfingstler, Evangelikale, Katholiken, Protestanten und Orthodoxe – machen das Ruhrgebiet zur religiösen Megacity. 

URBAN PRAYERS RUHR ist an sechs aufeinander folgenden Sonntagen in sechs verschiedenen Gotteshäusern im Ruhrgebiet zu Gast. Jede Gemeinde ergänzt mit einem eigenen kulturellen Beitrag die Aufführung durch fünf SchauspielerInnen und ChorWerk Ruhr.

Hier gibt es einen Link zum Reinhören: Interview WDR 5

Hier gehts zu einem Kurzfeature: Interview WDR

Hier gehts zum Artikel über URBAN PRAYERS RUHR: Artikel Deutschlandfunk Kultur

Hier geht es zu einem weitern Artikel: DW Artikel  Hier ein weiterer Artikel: Artikel Deutschlandfunk 

Hier ein weiterer Artikel: Artikel URBAN PRAYERS RUHR

Hier ein weiterer Artikel: Artikel RP-Online  


NACHTRAG:


Anlässlich meiner Theater Premiere, im Rhamen der Ruhrtriiienale, ist dieses Interview mit Barbara Burckhardt entstanden.

Hier gehts zum Interview: Interview Deutschlandfunk


DIE INSEL

Uraufführung auf dem NEW HAMBURG Festivals vom 03. -25. Oktober 2014

Wer lebt auf der Veddel. Wer lebt nicht auf der Veddel. Wer darf das überhaupt fragen. Ist die Veddel unsere Zukunft. Was ist die Zukunft der Veddel. Wer betet. Wer betet nicht. Welchen Ruf hat die Veddel. Welchen Ruf hat die Veddel nicht. Ist Hamburg das Tor zur Welt. Ist die Veddel das Tor zur Welt. Wie ist das gemeint. Welche Sprache wird gesprochen. Wird die Veddel überrollt. Wer hat Angst, dass die Veddel überrollt wird. Wen überrollt die Veddel. Ist die Veddel das neue Hamburg. Ist die Veddel das alte Hamburg. Wer arbeitet auf der Veddel. Wem wird diese Wohnung vermietet. Wem nicht. Wer arbeitet nicht. Welche Arbeit. Ist die Veddel die schönste Stadt der Welt. Hat das schon jemand gemerkt. Wer fährt vorbei. Wer steigt aus. Wer spricht da eigentlich.

Es tritt auf der Chor der Inselbewohner. Und fragt nach der Zukunft. Nach der Zukunft, die längst begonnen hat. Basierend auf Interviews und Gesprächen auf der Veddel und im restlichen Hamburg entsteht ein Text, der nach den Bedingungen unseres Zusammmenlebens in der Ankunftsstadt des 21. Jahrhunderts fragt. Es entsteht ein Theaterabend mit Bewohner/innen der Veddel und dem Ensemble des DeutschenSchauSpielHausHamburg.

URBAN PRAYERS (MUC)

UA: 6.6.2013, Münchner Kammerspiele, Regie: Johan Simons

Aus einer langen Recherche im religiösen Leben Münchens ist ein Stück entstanden. Es spricht der Chor der gläubigen Bürger. Woran glauben die Menschen ? Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Kirchen, Gebetsräume, Tempel besuchen sie? Glauben sie, dass ihr Glaube Privatsache ist? Glauben sie, dass ihr Glaube politisch ist? Glauben sie an die Freiheit der Anderen? ist München City of God?
Die Uraufführung in der Inszenierung von Johan Simons findet am 06. Juni 2013 im Rahmen des Stadtprojekts URBAN PRAYERS an den Münchner Kammerspielen Stadt.

Ein Gespräch über URBAN PRAYERS auf Bayern2

Ein Gespräch auf Deutschlandradio Kultur am 26.05. 2013


DEPORTATION CAST

UA: 25.9.2011, Schauspiel Hannover, Regie: Peter Kastenmüller

Noch vor ein paar Wochen ging Egzon in Deutschland zur Schule. Seine Schwester Elvira war frisch verliebt. Jetzt wohnen sie auf einer Müllkippe im Kosovo. Sie sind als Roma in Deutschland aufgewachsen und wurden in die Fremde abgeschoben. Nachdem die Bundesregierung 2010 mit dem neu gegründeten Staat Kosovo ein Rücknahmeabkommen geschlossen hat, sind Roma nicht länger geduldet. Während des Jugoslawien-Krieges wurden viele von ihnen, die vor Verfolgung in ihrer Heimat geflohen waren, hier aufgenommen, wo sie zum Teil jahrelang ohne gesicherten Aufenthalt, im sogenannten Duldungstatus, lebten. Während man sich im Sommer 2010 lautstark über den Umgang der französischen Behörden mit den Roma echauffierte, sprach niemand darüber, dass die Roma in Deutschland das gleiche Schicksal erwartet. Im Jahr 2011 sind mehr als 10.000 Roma akut von Abschiebung bedroht, oder schon in den Kosovo „rückgeführt“ worden. Dort erwartet die Menschen Armut, Arbeitslosigkeit und weitreichende Diskriminierung. Die Roma-Kinder, die in Deutschland aufgewachsen sind, sprechen keine andere Sprache als deutsch und haben die Heimat ihrer Eltern noch nie gesehen. Der Text verwebt die Geschichten zweier Familien zu einem bewegenden und vielschichtigen Spiel um Verantwortung und Schuld. Auf wessen Seite ist das Recht? Und wer spielt seine Rolle am überzeugendsten?

Für DEPORTATION CAST wurde mir der Deutsche Jugendtheaterpreis 2012 verliehen. Hier ist die Laudatio als PDF

Über die Situation der Roma in Deutschland. Die TAZ über die Uraufführung in Hannover.

 

GLAMOUR VERMISSEN

UA : 29.10.2010, im Rahmen des Projekts Cabinet. Theater Freiburg (in Kooperation mit garajistanbul), Regie: Peter Kastenmüller

Deutsche Künstler erkunden die türkische Realität. Am Ende gibt es ein Stück, das nur aus Fragen besteht. In diesem Cabinet, in dem türkische Countertenöre gegen deutsche Popsängerinnen angetreten sind, sich Tänzer, Musiker und Schauspieler präsentierten, Deutsche Türken und die Türken Deutsche waren, haben alle versucht, eine gemeinsame Sprache zu finden: Wer weist den Weg in eine (europäische?) Zukunft? Wer bringt die Menge zum Kochen? Kann man als Deutscher die türkische Kultur überhaupt verstehen? Kann man Fragen stellen, ohne Kolonialist zu sein?

 

TROLLMANNS KAMPF - MER ZIKRALES

UA: 30.4.2010, Schauspiel Hannover, Regie: Marc Prätsch

Johann Trollmann, genannt »Rukeli«, war ein Publikumsliebling des Boxsports. Doch er war Sinto. Und es war 1933. Die Nationalsozialisten sprachen ihm nach nur acht Tagen den Meistertitel im Halbschwergewicht ab – sein Kampfstil, der dem Muhammad Alis glich, wurde verboten. 1943 wurde »Rukeli« Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Das Stück, das Björn Bicker gemeinsam  mit jungen Sinti aus Hildesheim und Hannover entwickelt hat,  erzählt die Geschichte des Boxers als Radio-Show und berichtet  zugleich von der Lebensrealität der Sinti heute. Welche Spuren hat die Verfolgung und Ermordung von über 500.000 Sinti und Roma hinterlassen? Was bedeutet es für Jugendliche, heute Sinti zu sein?

Eingeladen zum Festival Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes und zum Festival Augenblick Mal!, Berlin

Alles über Rukeli Trollmann, zusammmengestellt von seinem Großneffen Manuel Trollmann.

Sinti und Roma

Über die Aufführung


MEIN TEPPICH IST MEIN ORIENT

UA: 17.9.2010, Theater Bielefeld

Mit dem Einzelhandel geht es bergab. Das muss auch Hartmut Wildermann erfahren. Nicht genug, dass die Kundschaft in seinem Teppichgeschäft »Ex Oriente lux – Teppich Wildermann« ausbleibt; auch seine Idee, ein Teppichmuseum – und damit sich selbst ein Denkmal - aufzubauen, stößt in der Stadt auf wenig Unterstützung. In MEIN TEPPICH IST MEIN ORIENT erzählt Björn Bicker von der Unausweichlichkeit eines bürgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen haben sich emotional und finanziell derart verheddert, dass am Ende nichts mehr übrigbleibt von der scheinbaren Sicherheit der mühsam aufgebauten Mittelstandsexistenz. Eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2008

 

ILLEGAL

UA: 20.6.2008, Münchner Kammerspiele, Regie: Peter Kastenmüller

Sie wissen, wie es sich in einer Diktatur lebt, wie man Zollbeamte besticht und wie eine Kalaschnikow klingt. Sie wohnen auf wenigen Quadratmetern, haben viele Identitäten, fahren durch ganz Deutschland für einen Job. Sie fallen nicht auf. Zahlen immer bar. Fangen keinen Streit an. In ILLEGAL erzählt Björn Bicker von Menschen, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Deutschland leben. Wie sie arbeiten, wohnen, sich ärztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Wie sie unsere Wohnungen und Restaurants putzen und unsere Kinder hüten. Er verleiht damit der dem Theater hocheigenen Funktion der Repräsentation eine besondere Dimension: Ein Anwesender spricht für einen abwesenden Anderen. Dabei ist er vom Dokumentarischen ausgegangen, um beim Dramatischen anzukommen. Es entsteht ein Logbuch der Flucht, der Duldung, des Ausharrens, des Hoffens und des Scheiterns, eine Anthologie des Wartens und des Übergangs.

Das Theaterabend Illegal war der Beitrag der Münchner Kammerspiele zum 850. Geburtstag der Stadt München. Der Text ist auf Grundlage einer langen und intensiven Recherche entstanden. Aus dem Material ist, in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, parallel ein Hörspiel entstanden. Der Prosaband Illegal. Wir sind viele. wir sind da. ist 2009 im Verlag Antje Kunstmann erschienen.

Illegal wurde nach der Uraufführung in München u.a. in Berlin, Wien, Stuttgart und Freiburg aufgeführt.

Café 104


AM TAG DER JUNGEN TALENTE

UA: 12.4.2008, Staatstheater Nürnberg, Regie: Christoph Mehler

Särge, Kränze, Totenhemden – seit Tagen dreht sich bei Kamilla alles um die Beerdigung des verstorbenen Vaters. Mit Rat und Tat zur Seite steht ihr dabei Bestattungsunternehmer Werner Spaten. Man kommt sich wohl auch näher. Die Ankunft des Rests der Familie bringt scheibchenweise zu Tage, dass Vati nicht nur im monetären Bereich offene Rechnungen hinterlassen hat.

Eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2006 und zu den Autorentheatertagen Hamburg, Thalia Theater, 2007.

DAS KETTENBLATTMASSAKER. WARUM HERR SCHARPING DEN BERG NICHT SCHAFFT

UA: 8.11.2006, Pathos Transport Theater, München, Regie: Malte Jelden

Zwei Männer treten und treten. Langsam rinnt der Schweiss. Vom Denken? Vom Reden? Vom Radfahren? Wir hören das beruhigende Surren der Geräte und wollen gar nicht glauben, was sie zu erzählen haben. Es geht um Geld, um Doping und riesige Berge, um Euphorie und Depression, um Beschleunigung und Absturz.


MARIES FEST

UA: 19.1.2006, Landestheater Detmold, Regie: Malte Jelden

Es gibt jene, die glauben, am dreißigsten Geburtstag verändere sich etwas. Und es gibt andere, die halten diese Zahlenmystik für Unfug. Marie feiert ihren Dreißigsten, und für sie ist die Veränderung keine Glaubensfrage. Denn es passiert nicht weniger, als dass sich innerhalb kürzester Zeit ihr mühsam glückliches Leben zur sozialen Steinwüste verwandelt. MARIES FEST erzählt von den kreativen Kindern der 68er Generation, von denen um die 30 und ihrer utopiefreien Welt. Wie ordnet man ein Leben, das keine ernst zu nehmenden Orientierungen bietet, nur wohlhabende Langeweile und die Hoffnung, dass es beim nächsten Mal schon besser werde?

 

WARUM MICH EIN HAPPY END TRAURIG MACHT

UA: 8.5.2005, Landestheater Tübingen

Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde: »Papa, muß ich heute wieder machen, was ich will?« Die Erinnerungsversuche der Tochter, kindlich naiv, genervt und auch erwachsen reflektiert, finden ihre Spiegelung in der Rolle, die sie als Schauspielerin nach Moskau führte. Sie spielt eine junge Frau, die in den siebziger Jahren ihren Vater – einen unbekannten Soldaten – in der Sowjetunion sucht. Ein Kriegskind. Wie ihr eigener, leiblicher Vater in seiner eigenen, erlebten Vergangenheit. Es erwächst eine mechanische Psychologie der Ereignisse. Aber kein Glück.

 

SIEBEN MONDE

UA: 25.7.2004, Ferienlager 2004, Köln, Regie: Philine Velhagen

Judits Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten«. Wäre da nicht diese eine Lüge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklärt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

 

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